Wenn du etwas liebst, lass es frei.

Als Spieleentwickler arbeitet man sich in verschiedene Spieleengines ein um ein möglichst gutes Endprodukt zu erzielen. Diese Engines kosteten jedoch immer einen guten Batzen Geld, wobei diese Summe expotenziell mit dem eigenen Team anstiegen konnte.

Dementsprechend war man gezwungen, bevor man überhaupt etwas generieren konnte, das eventuell Geld einspielen würde, Geld auszugeben.

Mit der Zeit am Markt hat sich irgendwann rauskristalisiert, dass günstigere, bzw. Budget-freundlichere Finanzierungspläne an den Markt treten müssen, weswegen man beispielsweise die Unity-Engine umsonst nutzen konnte. Wollte man jedoch auf erweiterte Funktionen wie Video- und Audiostreaming zurückgreifen oder entsprechend Audiofilter anwenden, musste man auf die entsprechend (immernoch) teure Pro-Version umsteigen.

Für die Unreal-Engine wurde irgendwann das Monatsabo eingeführt. Hierfür zahlte man 19$ im Monat und konnte das ganze System nutzen, wie man dies benötigt. Diese Form der Finanzierung hatte EPIC in 2014 gewählt und konnte somit letztes Jahr eine so hohe Resonanz erfahren, dass man sich tatsächlich dieses Jahr einen Schritt weiter traut.

Ungläubig habe ich heute die Meldung vernommen, dass EPIC seine Unreal Engine kostenlos zur Verfügung stellt. Dies bedeutet, dass Spieleentwickler weltweit sich nun daran machen können, die eigenen Spieleideen in einer hochmodernen Umgebung umzusetzen und die eigenen Spiele zu veröffentlichen. Einziger Haken (wenn man dies tatsächlich so nennen möchte) wäre, dass man bei einem Erreichen der Quartalseinnahmen von $3.001 eine fünf prozentige Beteiligung an EPIC entrichten muss.

Dies bedeutet, entwickeln wir ein Spiel und verdienen innerhalb von 3 Monaten mehr als 3.000 Dollar, so müssen wir 5% der Summe abzüglich des Freibetrags (3.000) an Epic bezahlen. Bleiben die Quartalseinnahmen jedoch unter 3.000€, so werden auch keine Zahlungen fällig.

Auch wenn diese Bedingung auf die Lebenszeit des Spiels bezogen ist, denke ich, lohnt sich der Einsatz dieser Engine dennoch, da die Beiträge entsprechend gering sind. Und 5% ist und bleibt eine faire Summe, die man für die Weiterentwicklung der eigenen Basis für die eigenen Spiele gerne entrichten sollte.

Nur noch eine Frage der Zeit bis andere große Anbieter wie Unity oder Crytek entsprechend nachziehen werden um kleiner Studios zu ermöglichen Blockbuster zu produzieren.

Natürlich habe ich diesbezüglich auch direkt entschieden, mich nach Release meines ersten Spiels, an dem ich momentan arbeite direkt in die Engine einzuarbeiten.

Quelle: If You Love Something, Set It Free @unrealengine.com

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