Nach knapp 4 Jahren…

Langsam schleicht sich der Text durch das Bild. In den Lautsprechern ertönt die passende Musik und jedes erscheinende Bild fesselt mich weiter, tiefer in den Sitz. Egal was ich jetzt machen würde, alles würde dafür sorgen, das es vorbei ist. Vorbei wäre dieses beeindruckende Gefühl das nach einem derartigen Erlebnis schlichtweg für Begeisterung sorgt. Vorbei ist diese Atmosphäre, die man mit seinem Umfeld teilen durfte. Und vorbei wäre das Erlebnis, das man sich nach knapp 4 Jahren wieder einmal gönnen wollte.

Wir haben uns für den heutigen Valentinstag dazu entschlossen, den Kleinen für heute einmal zur Oma zu bringen, um ihm die Möglichkeit zu geben, einen schönen Abenteuertag unter Aufsicht zu verbringen. Somit hatten wir Luft und Zeit, den Tag in Köln zu verbringen und nachdem wir beim Medienpark Köln angekommen waren, fanden wir auch direkt heraus, dass es hier auch einen Hans im Glück gibt.

Seitdem unser Sohn da ist, hat man täglich andere Herausforderungen und denkt im Groben auch überhaupt nicht darüber nach, wann denn nun das letzte Mal Kino stattgefunden hatte, oder wie oft man in den letzten Wochen auf Piste war (auch wenn letzteres sowieso nie mein Ding war).

Unser eigentlicher Plan bestand aus einem angenehmen Essen und einem Kinobesuch im Film John Wick. Da dieser jedoch in sämtlichen Kinos nur ab 23 Uhr zu sehen ist (warum auch immer), haben wir uns doch kurzfristig für den neuen Teil Hobbit – Krieg der fünf Heere entschieden.

Ich werde hier auch keine Filmkritik schreiben oder auf ähnliche Absichten abzielen. Alles in allem kann ich nur empfehlen den Film zu schauen, auch wenn ich ganz ehrlich nicht noch einmal für die 3D-Version zu haben wäre.

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Randnotiz wirken lassen: Während des kompletten Mittelteils habe ich tatsächlich innerlich dieses Bedürfnis gehabt, eine imaginäre Maus zu bewegen, um die noch verbleibende Zeit zu checken. Netflix und Amazon Instant Video lassen grüßen.

Und dann kam er. Dieser Moment, sobald der eigentliche Film beendet ist und der Abspann beginnt. Die nächsten Minuten sind geprägt von dem Gefühl, ja nicht aufstehen zu wollen und bloß sitzen zu bleiben. Es entsteht dieser Zwiespalt, bei dem man entscheiden muss, ob nun aufgestanden und somit diese kuschelig, wohlig warme Wolke der Filmatmosphäre verlassen wird oder man dieses Gefühl der Endlosigkeit bis auf die letzte Sekunde ausreizt.

Das habe ich tatsächlich vermisst. Auch nach 4 Jahren.

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