Die Lehre der Comics – Was wir von Ragecomics lernen können.

Als Gamedeveloper kümmer ich mich derzeit (noch) um die Erstellung aller Grafiken, die zu meinen Spielen benötigt werden. Da ich derzeit auch gleichermaßen an meinem ersten Release arbeite (wenn ich dazu komme vor lauter Kundenaufträgen), beschäftige ich mich auch stark mit dem Thema der Charaktererstellung.

Egal welches Spiel, egal welcher Film und egal welche Illustration (ob Logo oder Comic), alle haben eins gemeinsam: Der Charakter wirkt nur gut, wenn er entsprechende Wirkungen hervorruft. Beispielsweise muss bei einer traurigen Stimmung der Charakter auch traurig schauen. Doch wie lernt man es, Charaktere traurig schauen zu lassen ohne sich stundenlang auf Youtube die Lehren von anderen anzuschauen, die um Welten besser zeichnen/illustrieren können?

Ich habe hierfür das Thema Ragecomics, bzw. Memes herangezogen. Diese bestehen aus meist simplen Zeichnungen von charakteristischen Figuren, die entsprechend ihres Einsatzgebietes eine bestimmte Stimmung transportieren können.

Natürlich ist an dieser Stelle auch unbedingt zu erwähnen, dass diese Art der Vorlagen entsprechend übertriebene Darstellung gewählt haben, jedoch sind sämtliche Emotionen auf ihre Details reduziert und zeigen somit direkt auf Anhieb, welche Elemente man einfügen muss um beispielsweise Trauer, Zorn oder Scham darzustellen.

Ein wütender Charakter bekommt beispielsweise heruntergezogene Augenbrauen und einen starren Blick, der durch die besonderen Gesichtsdetails skizziert wird. Fügt man nun weitere Details hinzu kann die Spielfigur somit nur davon profitieren.

Natürlich mische ich meine Thesen zu verschiedenen Emotionen mit meinen eigenen Gesichtsausdrücken, jedoch sind diese zu detailreich sodass ich mir manchmal nichtmehr sicher sein kann, ob entsprechende Fältchen für die Wirkung relevant sind oder ob beispielsweise eine gerümpfte Nase zu Wut oder Abscheu gehört.

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